Kritiken

„On the Adamant“-Rezension: Eine psychiatrische Einrichtung an der Seine

In „On the Adamant“, Nicolas Philiberts Dokumentarfilm über eine alternative psychiatrische Einrichtung in Paris, ist der Unterschied zwischen Patienten und Personal kaum zu erkennen. Das Behandlungszentrum, das sich in einem großen Hausboot mit Lamellenfenstern befindet, schwimmt ruhig auf der Seine.

Im Inneren des Adamant herrscht eine gesellige Atmosphäre der Unordnung. In den Eröffnungsszenen richtet Philibert seine Kamera auf einen namenlosen, zahnigen Herrn, der während einer Jam-Session kratzige Vocals singt. Der Mann fühlt sich so wohl, dass er sich richtig darauf einlässt – mit zusammengekniffenen Augen und kräftiger Faustbewegung.

„On the Adamant“ ist auch wie eine Jam-Session – ein Durcheinander aus Lichtblicken und langwierigen Wendungen. Ohne erläuternde Bildunterschriften und Titelkarten bietet der Dokumentarfilm keine Hinweise darauf, wer wer ist oder wie die Dinge ablaufen, sondern setzt stattdessen auf ein benommenes, gelegentlich schläfriges Eintauchen.

Wie Frederick Wiseman, sein amerikanischer Amtskollege im Dokumentarfilmbereich, ist Philibert vom Innenleben der Institutionen in seinem Heimatland Frankreich fasziniert. Sehen Sie sich zum Beispiel seinen Dokumentarfilm über eine einklassige Grundschule in der ländlichen Auvergne („To Be and to Have“) oder seine Erkundungen hinter den Kulissen des Louvre („Louvre City“) und eines Pariser Radiosenders („Louvre City“) an. „La Maison de la Radio“). In „Every Little Thing“ aus dem Jahr 1997 rückte er die berühmte psychiatrische Klinik La Borde ins Rampenlicht und baute seine Studie auf die Proben der Patienten für ihr Sommertheaterstück auf.

In „On the Adamant“ geht Philibert mit stetiger Kameraführung durch die Einrichtung und fängt die Gespräche der Patienten untereinander und mit ihren Betreuern ein. Dabei stoßen wir immer wieder auf neue Gruppenaktivitäten (Marmelade backen, nähen, malen), an denen die Patienten teilnehmen können oder auch nicht.

Niemand ist so anziehend wie der oben erwähnte Rocker, auch weil Philibert einen passiven Blick annimmt, der zuzuhören scheint, aber kaum fragt. Im schlimmsten Fall scheint es, als wüsste er nicht, was er mit seinen Untertanen anfangen soll.

Dass sich Philibert nicht auf eine „Hauptfigur“ beschränkt oder einen falschen Erzählbogen aufdrängt, passt auf jeden Fall gut zu den freigeistigen Methoden der Einrichtung, auch wenn dem Dokumentarfilm die Dramatik einer strukturierteren Produktion fehlt. Dennoch gibt es einiges zu sagen darüber, wie urig und unauffällig diese recht bemerkenswerte – an der Grenze zur Utopie grenzende – Anlage dargestellt wird. Könnte es so einfach sein, psychisch Kranke mit Respekt und Empathie zu behandeln?

Auf dem Adamant
Nicht bewertet. Auf Französisch, mit Untertiteln. Laufzeit: 1 Stunde 49 Minuten. In Theatern.

Der obige Text ist eine maschinelle Übersetzung. Quelle: https://www.nytimes.com/2024/03/28/movies/on-the-adamant-review.html?rand=21965

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