„Wir gehen jetzt in Nostalgie an Bord von Flug 393“, könnte die PA-Ankündigung für den Coming-of-Age-Film „Propeller One-Way Night Coach“ von John Travolta gewesen sein. Für sein Regiedebüt adaptierte der Schauspieler seine 1997 erschienene Novelle über den ersten Flug eines 8-jährigen Jungen mit seiner alleinerziehenden Mutter im goldenen Zeitalter der Luftfahrt.
Ähnlich wie die Aufregung, die Travoltas jüngstes Aufsetzen der Baskenmützen mit sich brachte – vor allem bei den Filmfestspielen von Canneswo er eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt – manche Zuschauer finden „Propeller“ vielleicht etwas affektiert. Aber gerade die Wehmut dieses Erinnerungsfilms ist es, der seinen Reiz ausmacht, denn er ist von einer Vorliebe für einen vergangenen Moment durchdrungen, der für Travolta so spürbar persönlich ist.
„Propeller“ mit seinen nachklingenden Aufnahmen von Triebwerken und Rümpfen ist das Werk eines begeisterten Luftfahrtfans (Travolta steuerte sein Flugzeug zum französischen Fest). Als Familienvater sorgt der Autor und Regisseur dafür, dass alle seine fünf Geschwister hier auftauchen. Vor allem Margaret Travolta spielt die Großmutter des Jungen, während Ellen Travolta eine freundliche Passagierin spielt. Und im Film ist seine Tochter Ella Bleu Travolta als Flugbegleiterin zu sehen, die auf den jungen Protagonisten einen ziemlichen Eindruck hinterlässt.
Der junge Hauptdarsteller (und Travolta-Ersatz) des Films, Jeff, wird vom Newcomer Clark Shotwell gespielt. Als seine Mutter Helen (Kelly Eviston-Quinnett) ihn mit der Nachricht von einem Umzug nach Hollywood überrascht, rennt Jeff in sein Zimmer, um die Flugpläne zu konsultieren, die er in einem Schuhkarton von Buster Brown versteckt hat. Er lebt unter den Einflugschneisen von Flughäfen im Raum New York und träumt oft davon, wie es wäre, in einem der Flugzeuge zu sitzen, die woanders hinfliegen. Sein Traum hat jetzt eine voraussichtliche Ankunftszeit
Ein Produzent hat Helen, einer berufstätigen Schauspielerin, Filmmöglichkeiten versprochen, wenn sie nach Los Angeles kommt. An einem Dezemberabend im Jahr 1962 bestieg das Paar um 21 Uhr einen Flug vom Idlewild Airport in New York nach LAX mit Zwischenstopps in Pittsburgh, Dayton, Chicago, Kansas City und Denver. Sie sollen um 15 Uhr landen. Mit einer knappen Laufzeit von etwas mehr als einer Stunde ist „Propeller“ deutlich kürzer.
Während ihrer abenteuerlichen Reise werden sie dank der Großzügigkeit der beiden Flugbegleiterinnen Liz (Olga Hoffman) und Doris (Ella Bleu Travolta) vom Bus befördert. Doris, die während „The Girl From Ipanema“ den Gang entlang auf Jeff zukommt, könnte durchaus die erste Liebe des Jugendlichen sein. Und sie ist ebenso nett wie hübsch. (Ein Stern ist in der Luft?)
Vom Vorspann – einem eleganten Stück Animation im Stil der 60er Jahre von Josh Agle – bis zu den Jetway-Abschiedssequenzen ist „Propeller“ eine Zeitkapsel voll Mid-Century-Vergnügen. Da sind die geschwungenen Linien des von Eero Saarinen entworfenen TWA Flight Center und die Einladung zum Weltraumzeitalter des LAX Theme Building. Für den Soundtrack wählte Travolta Cocktail-Lounge-taugliche Standards.
Schon früh beobachtet Jeff seine Mutter vom Flur aus, während sie eine Zigarette raucht, an einem Glas Weißwein nippt und Jack Jones‘ „Wives and Lovers“ hört. Das Lied von Burt Bacharach-Hal David beginnt mit „Hey kleines Mädchen, kämme deine Haare, mach dein Make-up …“ Kein Wunder, dass Helen melancholisch aussieht. Das Lied ist nicht gut gealtert, aber es entspricht der Retro-Atmosphäre einer zeitweise rückläufigen Ära.
Doch die Beziehung eines kleinen Sohnes zu seiner künstlerischen Mutter weicht vom Traditionellen ab. Mit einer Erzählung von Travolta erweist sich Jeff als aufmerksamer, wenn auch nicht immer treffender Beobachter der Hoffnungen und Flirts seiner Mutter. Trotz all seiner Lobeshymnen auf das Fliegen (sowie der Hommage eines Vaters an die Kinomöglichkeiten seiner Tochter) steigt „Propeller“ nicht in die Höhe, erreicht aber eine angenehme Reiseflughöhe.
Propeller-One-Way-Nachtbus
Nicht bewertet. Laufzeit: 1 Stunde 1 Minute. Auf Apple TV ansehen.
Der obige Text ist eine maschinelle Übersetzung. Quelle: https://www.nytimes.com/2026/05/28/movies/propeller-one-way-night-coach-review.html?rand=21965




















